Software: Smarte Unterstützung für Kirschenproduzenten Die beste Dicke zum Ernten - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Software: Smarte Unterstützung für Kirschenproduzenten

Die beste Dicke zum Ernten

Datenauswertung per App direkt in der Kirschenanlage (Bild: Regen/ATB)
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Eine neue App hilft Obstproduzenten dabei, Kirschen zum richtigen Zeitpunkt zu ernten: Sie analysiert die Fruchtgrößenentwicklung und ermittelt anhand des sorten- und standortspezifischen Reifungsmusters den bestmöglichen Erntetermin.
Dicker wird’s nimmer – so ließe sich interpretieren, was Kirschenproduzenten künftig auf ihrem Smartphone-Display ablesen können. Die von Wissenschaftlern des Potsdamer Leibniz-Instituts für Agrartechnik entwickelte App „Cherry Harvest Size“ errechnet aus wiederholt gemessenen Fruchtgrößen von Süßkirschen deren Wachstumsrate – also den täglichen Zuwachs. Mit Hilfe der Wachstumsrate lässt sich das optimale Erntedatum besser bestimmen als allein anhand der Fruchtgröße. Solange die Wachstumsrate hoch ist, können die Früchte noch am Baum bleiben und weiterwachsen, denn große Früchte erzielen höhere Verkaufspreise. Fällt die Wachstumsrate unter einen bestimmten Wert, sollten die Früchte aber so schnell wie möglich geerntet werden.
Konkret heißt das: Der Obstbauer misst die Größe einer Reihe von Kirschen aus seiner Anlage und gibt diese Werte in die App auf seinem Smartphone ein. Die App berechnet die mittlere Wachstumsrate des Fruchtdurchmessers. Fällt diese unter 0,2 mm pro Tag sollten die Kirschen baldmöglichst geerntet werden, denn über einen Zeitraum von fünf Tagen würden die Früchte dann nur mehr um 1 mm wachsen. Ein so geringer Zuwachs rechtfertigt kaum das Risiko, die Kirschen währenddessen durch ungünstige Bedingungen, Regen, Krankheiten oder Schädlingsbefall zu verlieren.
Zusätzlich kategorisiert die App die gemessenen Früchte nach den Vermarktungsgrößen und zeigt die aktuelle Größenklassenverteilung an – eine weitere Entscheidungshilfe bei der größenselektiven Ernte.
Erwerbsobstbauer, Berater, aber auch Hobbygärtner können die App kostenfrei nutzen. Dabei können sie selbst entscheiden, ob sie die Daten zu Kirschgrößen und Standort auf dem eigenen Smartphone speichern oder der Wissenschaft zur Verfügung stellen wollen.
„Die Daten würden dann an unser Kirschernte-Projekt übermittelt“, erklärt Prof. Manuela Zude, die die wissenschaftlichen Grundlagen für die App erarbeitet hat. „Diese begleitende Datenerhebung zu einer Vielzahl von Kirschsorten würde es uns erlauben, unser wissenschaftliches Modell weiter zu präzisieren.“ Und: „Wenn anhand der Downloads erkennbar ist, dass die App auf großes Interesse stößt, werden wir die technische Weiterentwicklung der App in Angriff nehmen“, so Zude.
Weitere Informationen: Die App im Google Play Store www.atb-potsdam.de
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