Chirurgischen Roboterassistenzsystemen: Forschung wird gefördert Schneller die Blutung im Gehirn absaugen - medizin&technik - Ingenieurwissen für die Medizintechnik

Chirurgischen Roboterassistenzsystemen: Forschung wird gefördert

Schneller die Blutung im Gehirn absaugen

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Die patientenorientierte Forschung zu chirurgischen Roboterassistenzsystemen der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe Cross an der Leibniz Universität Hannover erhält eine Forschungsförderung von knapp 400 000 US-Dollar.
Gefördert wird damit die Entwicklung eines Robotersystems für den medizinischen Einsatz: Schlaganfallpatienten sollen künftig mithilfe dieses Assistenzsystems Blutungen im Gehirn abgesaugt werden können. Der Roboter selbst besteht aus zwei konzentrischen dünnen Röhrchen. Durch ein kleines Bohrloch im Schädel der Patienten dringt das Zuführröhrchen direkt an die Stelle der Blutung vor. Mit einem Absaugröhrchen wird die Blutung dann von innen heraus abgesaugt. In sensiblen Körperarealen wie dem Gehirn kann so ein präzises, flexibles Robotersystem Patienten wesentlich sicherer operieren, als es neurochirurgische Eingriffe mit herkömmlichen chirurgischen Instrumenten könnten.
Dank der Fördersumme wird ein Wissenschaftler aus dem Cross-Team (Continuum Robots for Surgical Systems) für eineinhalb Jahre in enger Abstimmung mit der US-amerikanischen Vanderbilt University und unter Leitung von Dr.-Ing. Jessica Burgner-Kahrs zu anpassungsfähigen Algorithmen für die Bewegungsplanung des Robotersystems forschen. Die Roboterbewegungen werden aus der Geometrie der Blutung, die zuvor anhand von Bilddaten des Patienten bestimmt wurde, abgeleitet und im Bedarfsfall während des Absaugens angepasst. Das chirurgische Robotersystem wird helfen, Leben zu retten und die Spätfolgen bei Schlaganfallpatientinnen und -patienten zu minimieren.
Heute versterben noch 40 % derjenigen, die eine Gehirnblutung erlitten haben. Derzeit setzen Mediziner Medikamente zum Abschwellen des Gehirns ein und entfernen größere Blutungen traditionell-chirurgisch.
Die Gruppe hat sich als eine der wenigen Forschungsgruppen auf die Entwicklung von miniaturisierten Kontinuumsrobotern für den medizinischen Einsatz in schwer oder bisher noch gar nicht erreichbaren Körperarealen spezialisiert. Das interdisziplinäre Team begann seine Arbeit im Oktober 2013 an der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover. Geleitet wird es von der Informatikerin Dr. Jessica Burgner-Kahrs, die zuvor in den USA und am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) geforscht hat.
Weitere Informationen: www.cross.uni-hannover.de
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